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StUB-Ostast: Weitere Planung gesichert!

(13.08.2021)

Die Kreisräte und Kreisrätinnen des Landkreises Erlangen-Höchstadt haben am 19. Juli 2021 mit großer Mehrheit der Planung eines Ostastes der Stadt-Umland-Bahn zugestimmt. Schon im Juni hatte auch der Kreistag Forchheim (sogar einstimmig) sein Einverständnis zur neuerlichen Prüfung gegeben. Damit ist der Weg frei für einen neuen Anlauf zur Erweiterung des L-Netzes von Erlangen Richtung Eckental. Die Aussicht ist sehr groß, dass der Nutzen-Kosten-Faktor jetzt in Verbindung mit dem L-Netz  über Uttenreuth hinaus größer eins ist.

Dabei sah es die letzten Monate gar nicht gut aus für das Projekt. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt sprachen sich Kreisräte der FW und AFD öffentlich gegen die StUB aus, sahen immer wieder ein mögliches Bürgerbegehren am Horizont heraufziehen und forderten von Gemeinden im östlichen Landkreis eine finanzielle Beteiligung an den Planungskosten. Nach zahlreichen Gesprächsrunden geschah dann aber etwas Unerwartetes: ein Kompromiss wurde gefunden und ein Beschlussvorschlag ausgearbeitet, der mit nur zwei Gegenstimmen am 19. Juli angenommen wurde.

Was hat der Kreistag konkret beschlossen?

 – Es wird eine Zweckvereinbarung geben zwischen den Landkreisen Forchheim und Erlangen-Höchstadt sowie der Stadt Erlangen mit dem Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV). Darin wird der ZV beauftragt, einen Ostast zu planen und einen Nutzen-Kosten-Faktor zu berechnen. Dies muss bis 2023 erfolgen.

– Die Kosten für Planungsbüros, Verkehrsgutachten, aber auch Marketing- und Informationskampagnen werden nach dem Anteil der Streckenlänge auf die drei Gebietskörperschaften verteilt.

– Wenn alle Daten ermittelt sind, werden die LandkreisbürgerInnen des Landkreises ERH in einem Ratsbegehren gefragt, ob der StUB-Ostast realisiert werden soll. Dies soll nach einem Ratsbegehren der Stadt Erlangen stattfinden.

Mit diesem Kreistagsbeschluss konnte die Chance auf den Ostast gewahrt werden, denn er bleibt im Förderantrag an den Bund als Teil des Gesamtnetzes (Nürnberg/Erlangen/Herzogenaurach) erst einmal erhalten. Gleichzeitig kehrt nun hoffentlich politische Ruhe ein beim Thema Stadt-Umland-Bahn. Für die Gegner einer StUB besteht nach wie vor die Chance, dass sich im Ratsbegehren eine Mehrheit gegen den Ostast ausspricht. Wir Befürworter freuen uns über eine ruhigere Phase, in welcher der der Zweckverband mit den Verkehrsplanern seine Arbeit machen kann, ohne dass ständig das Damoklesschwert eines Bürgerentscheids droht.

Die StUB auf einen Blick:

(Aktueller Flyer der Allianz pro Stub: 29.05.2021)

Vorstellung des Siegerentwurfs Regnitzquerung

(07.05.2021)

Bildquelle: Ingenieurbüro Grassl GmbH, München / ZV StUB

Am gestrigen Abend stellte der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn im Rahmen eines Dialogforums den Sieger des Brückenentwurfs über den Regnitzgrund erstmals vor. Immer wieder wird der Wiesengrund als kritische Stelle in der StUB-Planung diskutiert. Doch der Entwurf überraschte nicht nur durch seine filigrane Bauweise, sondern auch durch einen gut durchdachten Bauprozess, der Eingriffe in die Natur weitestgehend vermeidet. Die fertige Brücke soll alleine dem ÖPNV dienen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Bei der Veranstaltung selbst wurde nicht nur detailliert der aktuelle Planungsstand, die Wettbewerbsbedingungen und die Brücke selbst dargestellt, sondern es wurde auch über eine halbe Stunde auf Fragen von Bürgerinnen eingegangen.

„Die Veranstaltung und der Entwurf haben mich trotz hoher Erwartungen positiv überrascht. Die StUB und besonders die neuartige Brücke sind echte Vorbilder für nachhaltige, innovative und kompromissbereite Infrastrukturentwicklung, die wir für die Verkehrswende brauchen.“, so Henning Zimmermann von der Studierendenvertretung.

Thematisiert wurde auch nochmal das Thema Umwelt- und Naturschutz. Dabei gab es von Bianca Fuchs, LBV, als beratendes Mitglied der Umweltverbände in der Wettbewerbs-kommision, nochmal ein klares Statement pro StUB und Brücke, wenn auch mit dem Hinweis, dass im Bereich Begrünung und Beleuchtung der Brücke noch Potential wäre.

Rainer Hartmann vom Bund Naturschutz ergänzt dazu: „Als Umweltverband haben wir massiv dafür gekämpft, dass der Radweg die Trasse unter der Brücke nutzt. Genau das wird nun umgesetzt. Das freut uns sehr.“

Viele Bauteile können vorgefertigt werden, was die Bauzeit auf ca. 2 Jahre reduziert. Hans-Thomas Benz von der BI Schwabachtal ist beeindruckt: „Die Brücke ist nicht nur optisch ansprechend, auch die Auswahl der Materialien und der Aufbau sind wegweisend. Sie fügt sich gut ins Landschaftsbild ein.“

Am Ende des Forums wurde die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren gut genutzt. Wolfgang Niclas, DGB, findet dazu: „Es ist toll wie sehr im Rahmen der StUB-Planung auf die Belange der Bürgerinnen eingegangen wird. Natürlich sind nicht alle einer Meinung, aber dass der Zweckverband sich dem annimmt, spricht für sich.“
Die Allianz pro StUB gratuliert dem verdienten Sieger des Wettbewerbs und freut sich, dass mit dem gelungenen Entwurf die Realisierung der Stadt-Umland-Bahn wieder einen Schritt näher rückt

Zu den Details des Wettbewerbs/Siegerentwurf